Plattformlift
Diese Art von Liften - der Plattformlift - ist speziell für Rollstuhlfahrer konzipiert. Neben einer ähnlichen Konstruktion wie bei Treppenliften gibt es auch Aufzugsysteme und Hubtische. Je nach System können umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich sein. Die Ausführung als Aufzugsysteme ist recht kostspielig, aber durch eine spezielle Konstruktion kompakter als normale Personenaufzüge. Sie verfügen über eine Grubentiefe und kommen teilweise ohne Schachtkopf aus. Allerdings sind sie gerade für mehrgeschossige Häuser eine gute Lösung. Eingesetzt werden können sie als Außenlift oder in einem entkernten Treppenhaus. Sie sind, im Gegensatz zum Plattformlift, mit einer automatischen Steuerung für die Haltepunkte versehen.Plattformlift - Probleme beim Einsatz?
Der Einsatz von Plattformliften als Treppenlift ist bei engen Treppen sehr begrenzt, da sie wesentlich höhere Bautiefen als Sitz- oder Stehlifte aufweisen müssen. Ebenfalls problematisch kann bei diesen Modellen der Gesichtspunkt Statik sein, bei dem das Gewicht von Plattform, Rollstuhlfahrer und Rollstuhl sowie die durch die Plattformgröße entstehenden Hebelkräfte zu bedenken sind. Einige Liftmodelle können ohne Probleme Kurven bewältigen.
Die Voraussetzung hierfür ist jedoch ein geräumiges Treppenhaus, in dem genügend Platz für die Kurvenradien ist. Neben diesen beiden Varianten gibt es noch die auf Scherenbühnen basierenden Plattformlifte. Sie eignen sich besonders für 2-Ebenen-Häuser oder für die Überwindung von kleineren Höhenunterschieden, wie sie bei zu 2/3 versenkten Kellern in Reihenhäusern der 70er Jahre üblich sind.
von Oliver Holz